Lösen von Problemen

Mir scheint es außerordentlich wichtig zu sein, den einzelnen Patienten zu überzeugen, dass er mehr Einfluss auf seine Störung gewinnt, wenn er das systematisch vorgeht. Die Prozesse des Lösens komplexer Probleme sind in der Fachwelt soweit allgemein anerkannt, dass man wenigstens diese allgemeinen Prinzipien dem einzelnen Patienten anbieten kann.

Empfänger der Information zum Lösen von Problemen ist der Patient. Er ist zu überzeugen, dass die vorgeschlagenen Prozesse für ihn praktikabel sind.

Schema Problemlösetraining
Die üblichen Schritte im Problemlöseprozess sind etwas verändert worden.  Üblicherweise heißt es, nämlich erstens: Problemdefinition, zweitens: Zuordnung von Lösungsmöglichkeiten zum definierten Problem, drittens: Auswahl einer Lösungsmöglichkeit; viertens: die gewählte Lösungsmöglichkeit in die Tat umzusetzen und fünftens: das Ergebnis zu definieren evaluieren.

D´Zurilla und Goldfried hatten vorgeschlagen, den vermuteten Behandlungserfolg als Maßstab für die Auswahl der Lösungsmöglichkeit zu nutzen.

Der hier verwirklichte Vorschlag lautet, auf den Umweg über den vermuteten Handlungserfolg zu verzichten und direkt  zu explizieren, wie die individuelle Motivationsstruktur aussieht.

Die   individuelle Motivationsstruktur wird in diesem Vorgehen "Wertorientierung" genannt.  Die Auseinandersetzung mit der individuellen Wertorientierung hat den zusätzlichen Vorteil, in eine Diskussion eintreten zu können, was dem Einzelnen wichtig ist.

Vor der Kür der großen Wünsche kommt aber die Pflicht: was ist wirklich lebensnotwendig.

 Tabelle "Schema Problemlösetraining" als PDF Datei zum Einsehen

Wertorientierung
Im Manual "Problemlösetraining" wird in allen Einzelheiten beschrieben,  wie Gruppensitzungen zu diesem Thema abgehalten werden können.

Aus den  relevanten Teilen der  jeweiligen individuellen Wertorientierung leitet sich ab, welche Lösungsmöglichkeit zu wählen ist.

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