Selbstmanagement

Die Ideen zur Selbstmanagement-Therapie sollen in solch einer Weise an den einzelnen Patienten vermittelt werden, dass der Patient diese Ideen in sein Welt- und Selbstbild integrieren kann.

Hier soll keine alseits gültige Definition von Selbstmanagement-Therapie verbreitet werden; Kanfer, Reinecker und Schmelzer (2004 zuletzt) haben das viel umfangreicher und vollständiger veröffentlicht, als ich es je könnte.

Mir geht es besonders darum, Patienten zu helfen, ihr Leben eigenverantwortlich zu gestalten. Das folgende Zitat von Kanfer, Reinecker und Schmelzer verwende ich auch in meinem Buch, um zu verdeutlichen, was ich für das zentrale Anliegen von Selbstmanagement-Therapie halte.

"... Wir akzeptieren daher die Autonomie unsere Klienten, gewähren Ihnen ein Recht auf Widerstand und wenden uns gegen alle Versuche, Patienten mit besonders hinterhältigen Tricks dazu zu bringen, zu tun, was Therapeuten von ihnen wollen."

Wenn ich so meine Überzeugungen mit mir herum schleppe, ist das meine Sache. Wenn ich in der Therapie mit Patienten auf dem Boden bestimmter Überzeugungen arbeiten möchte, sollten die Patienten die Chance haben, diese Überzeugungen zu verstehen. Im Grunde genommen sind die weiteren Arbeitsmaterialien Operationalisierungen dieser Überzeugungen.

Viele Therapeuten setzen Arbeitsmaterialien ein, um Informationen hypothesengeleitet zu sammeln, zu ordnen und an Patienten zu vermitteln. Häufig werden diese Arbeitsmaterialien an die besonderen Umstände einer einzelnen Einrichtung angepasst. Noch häufiger werden diese Arbeitsmaterialien angepasst an die Vorstellung der Therapeuten, was bei den Patienten gut ankommt. Im folgenden stellte ich einige Sachen vor, die nach meiner Erfahrung gut angekommen sind.