das finde ich bemerkenswert

Ein Trailer zu dem Stück Süchtig von Mark Lundholm, Darsteller Karl (Mythos) Maslo

Natürlich hat immer der Autor große Verdienste an seinem Ein-Personen-Stück (mit vermutlich heftigen autobiografischen Bezügen);  Karl Maslo macht in seiner Interpretation die Figur des Mark lebendig. Das gelingt wohl auf so anrührende Weise, weil er einiges von dem durchlebt hat, was er spielt.

Karl Maslo zelebriert das pure Leben mit aller Not, Gemeinheit, Hinterhältigkeit, aufgesetzter Coolness und ängstlicher Hoffnung auf ein kleines bisschen Glück. Wer sich mit Sucht und/oder Abhängigkeit beschäftigt, wird viel Blödheit, Dreck aber auch Größe und tiefes Verständnis für den Mitmenschen  wieder erkennen.

Beängstigende Wahrheiten über das alltägliche Leben von Süchtigen werden durch tragisch-komische Überhöhungen erträglicher. Sie werden glaubwürdiger, weil die Interpretation auf besserwisserische Belehrungen verzichtet.

Wer darauf abonniert ist, sich durch moralgesteuerte erigierte Zeigefinger zu braver Bürgerlichkeit motivieren zu lassen, sollte sich den Trailers vielleicht nicht anschauen.

Allen anderen empfehle ich, sich das Stück anzuschauen, wenn es mal wieder gegeben wird.

http://www.youtube.com/watch?v=9YDWuLyhkEQ

 


"Hochspannender Selbstversuch"

Der Mediziner Andreas Heinz, 49, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Berliner Charité, über neue Medikamente gegen Alkoholismus

http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=66886620

DER SPIEGEL 38/2009
Alle Rechte vorbehalten

Da kann man ja froh sein,
dass dieser Ansatz wenigstens nicht die Kostenexplosionen im Gesundheitswesen beschleunigt.
Es bleibt aber ein Ansatz, Alkoholkrankheit über einen Eingriff in das Biologische zu beeinflussen.
Wenn wir aber den Menschen zu begreifen versuchen innerhalb des bio-psycho-sozialen Rahmenmodells, ist das Biologische nur ein Teil dieses Systems.
Dann kann man überlegen, wie bedeutsam dieser Teil ist bei der Entstehung und Aufrechterhaltung von Alkoholkrankheiten. Da gibt es Meinungen von Genetikern und neuerdings von Epigenetikern, von Spezialisten für das Belohnungssystem und sogar des Suchtgedächtnisses und von vielen weiteren Fachleuten.
Zur Vererbung von Alkoholkrankheiten habe ich ein knackiges Statement gehört von Prof. Dr. Alfons Hamm, Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, als er in einer öffentlichen Veranstaltung zum Thema Emotionen auf mögliche genetische Dispositionen angesprochen wurde: „Gene machen Proteine. Punkt. Wer keinen Alkohol trinkt, wird kein Alkoholiker.“
Soweit ich das sehe, behauptet mittlerweile kein Ernstzunehmender, dass es eine einfache Ursache-Wirkung-Beziehung zwischen Biologischem und Alkoholkrankheit gäbe.
Das gilt grundsätzlich auch für das Soziale und das Psychische.
Trotzdem gibt es gute Gründe, das Hauptaugenmerk auf die psychischen Bedingungen zu richten. Insbesondere auf unsere Entscheidungen haben wir einigen Einfluss.
Besonders beeindruckt hatte mich eine Formulierung von Rudolf Walter Leonhardt:
"Wer sich berauschen will, wird sich berauschen. Und wenn er merkt, dass es mit Milch nicht funktioniert, wird er etwas anderes finden." So habe ich den Text in Erinnerung behalten.
Für die Therapie heißt das für mich, dass alle Interventionen für die Katz sind, solange ein Patient sich nicht eindeutig für die Bewältigung seiner Alkoholkrankheit entschieden hat.
Früher hatte man es mit Arbeit, Andacht und Abgeschiedenheit versucht. Solche sozialen Bedingungen können helfen, eine Entscheidung vorzubereiten oder eine Entscheidung aufrechtzuerhalten. Sie ersetzen die Entscheidung nicht. Gleiches gilt für Medikamente. Kein Medikament kann einen Menschen entlasten aus der Notwendigkeit, eine Entscheidung zu treffen.


"Fixerstube light"
Von Kleinhubbert, Guido
Deutschlands erster Trinkraum für arbeitslose Alkoholiker in Kiel überzeugt nicht nur die Gäste. Andere Kommunen wollen nachziehen.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-70131082.html

 

DER SPIEGEL 16/2010
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"Was das Hirn begehrt"

Die Intelligenzforschung hat die Rolle der Gene lange überschätzt. Die kognitiven Fähigkeiten hängen nicht von der Ethnie ab und sind viel formbarer als gedacht. Kindern aus sozial schwachen Familien hilft gezielte Förderung, das Potential ihres Gehirns zu entfalten.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-73600128.html

DER SPIEGEL 36/2010
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"Falsches Vertrauen"

Ältere Mittel gegen Allergien wirken ähnlich wie Alkohol.Trotzdem werden die Arzneien weiterhin vor allem Kindern häufig verabreicht.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-73600132.html

DER SPIEGEL 36/2010
Alle Rechte vorbehalten

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"60.000 Euro jährlich reichen für vollendetes Glück"

Geld macht glücklich - aber nur bis zu einem bestimmten Punkt: Die persönlich empfundene Lebensqualität steigt lediglich bis zu einem Jahresnettoeinkommen von knapp 60.000 Euro, haben US-Forscher herausgefunden. Wer mehr hat, empfindet demnach weder mehr Glück noch weniger Stress.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,716132,00.html

SPIEGEL ONLINE 07.09.2010
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"Giftalarm im Mutterleib"

Schadstoffe aus der Luft dringen bis in den Uterus. Machen sie die Kinder dümmer? Führen sie zu Asthma und Übergewicht? Eine internationale Studie kommt zu beklemmenden Befunden.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-73989833.html

Spiegel 39/2010
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"Selbstmanagement bei Alkoholkrankheit in Wikipedia"

http://de.wikipedia.org/wiki/Alkoholkrankheit


"Arm im Gips verändert Hirn in 16 Tagen"

http://news.doccheck.com/de/article/207601-arm-im-gips-veraendert-hirn-in-16-tagen/


"Botox: Depressionen die Stirn bieten"

http://news.doccheck.com/de/article/208122-botox-depressionen-die-stirn-bieten/


"Hinweis auf sehr schnelle und sehr weitgehende Auswirkungen von Stress"

http://news.doccheck.com/de/article/210583-genaktivitaet-stress-veraendert-kontrolle/?utm_source=DC-Newsletter&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Newsletter-DE-Arzt%20%285x%2FWoche%29-2012-08-15&mailing=40920&dc_user_id=4ab52ce580ecbfe3e0a0bb88ffb29644&cide=dce105950&t1=1345047363&t2=5c339833f69834efa9806bd9d31b2cc687b74e42


"Zufälle, Lebensläufe und Statistik: Mail aus Juli 2012 – Rückmeldung von Patienten aus dem Jahr 1984"

Hallo Peter,

nun sind wir wieder zuhause und der Alltag hat uns wieder.
Denken natürlich noch dran, was für ein irrer Zufall es war, daß wir Dich getroffen haben.
Wir haben dann auch Achim und Anna angerufen und berichtet.
Sollen Dich Grüssen. Den beiden geht es gut. Sie genießen das (trockene) Leben.
Am Wochenende haben wir Helmut und Angelika getroffen und erfahren daß die Dich
schon kontaktiert haben.
Haben natürlich über unsere "Dauner Zeit" gesprochen und über unsere "Leidensgenossen".
Schade daß Richard und Willi schon gestorben sind.
Sie wären bestimmt auch noch trocken.

Sonst haben wir nichts Neues zu berichten.

Liebe Grüße - Gaby und Werner


"Geste sucht Deutung - Testosteron"

Körpersprache Verschränkte Arme, Haare zwirbeln, an der Nase kratzen:
Nonverbale Signale sollen viel über uns verraten. Sagen sie wirklich mehr als Worte?

pdfGeste sucht Deutung - Testosteron.pdf1.3 MB

 "NewScientist" Nr. 15/2013
"Alle Rechte vorbehalten".


"Heilen mit dem Geist"

Hirnforscher entdecken, wie die Seele die Biologie des Körpers verändert und ihm helfen kann, Erkrankungen zu überwinden. Meditieren, Yoga und positives Denken, lange als Esoterik abgetan, erobern die Schulmedizin.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-95169259.html

DER SPIEGEL 21/2013
Alle Rechte vorbehalten


"Wahnsinns-Typen"

Wie gestört muss man sein, um Besonderes zu leisten? Erstaunlich viele Chefs sind psychisch auffällig.

http://www.zeit.de/2013/34/psychopaten-irre-erfolgreich-manager

DIE ZEIT Nr.  34/2013
Alle Rechte vorbehalten


„Die Hirningenieure“
Von Grolle, Johann

Die Ära der Maschinenmenschen bricht an: Forscher beginnen damit, neuronale Schaltkreise zu manipulieren. In Zukunft wollen sie kranke Gehirne reparieren wie Autos. Im Affenversuch testen sie bereits eine Gedächtnisprothese.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-122760769.html

DER SPIEGEL 49/2013
Alle Rechte vorbehalten


Depressionen: Gangmuster beeinflusst Psyche
Wer mit hängenden Schultern dahinschlurft, wird sich tendenziell eher an negative Dinge erinnern. Wer hingegen fröhlich läuft, kann sich leichter positive Dinge merken. So aktuelle Studienergebnisse zum Zusammenhang von Gang und emotionalem Gedächtnis.

http://news.doccheck.com/de/newsletter/1289/8901/?utm_source=DC-Newsletter&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Newsletter-DE-DocCheck+News-2014-10-24&user=4ab52ce580ecbfe3e0a0bb88ffb29644&n=1289&d=28&chk=e385ebf69850f3918ff93579eeb95089
 
DocCheck 24.10.2014
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